Wissenschafts- und Kulturstandort Potsdam
Potsdam ist die Stadt der Schlösser und Gärten und der kulturellen Vielfalt zwischen Sanssouci und Babelsberg. Die historischen Quartiere - die Russische Kolonie Alexandrowka, das Holländische Viertel und das einstige böhmische Weberviertel – sind Teil der vielseitigen Kulturlandschaft Potsdams.
Die historische Stadt Potsdam ist umgeben von der schönen Naturlandschaft Brandenburgs, Waldgebiete laden zu langen Spaziergängen ein und viele Seen bieten im Sommer Erfrischung. Nahe der Fachhochschule in wenigen Minuten mit dem Rad zu erreichen, liegt der Heilige See eingefasst vom Neuen Garten, in dem sich das Marmorpalais und Schloss Cecilienhof befinden. Neben den historischen Gebäuden und den Naturgebieten existieren der Filmpark Babelsberg und die Erlebniswelt "Biosphäre" sowie der Volkspark auf dem ehemaligen BUGA – Gelände, der direkt an die Fachhochschule angrenzt.
Potsdam hat viele kleine und große Kulturstätten, dazu gehört beispielsweise das Filmmuseum Potsdam mit interessanten Filmvorstellungen und Veranstaltungen. Aber auch die Schiffbauergasse, in der die Fabrik Potsdam als internationales Zentrum für Tanz und Bewegungskunst, der Kunstraum Potsdam als ein Präsentationsort zeitgenössischer Kunst mit internationaler Orientierung und das Waschhaus mit genreübergreifender Kunst- und Kultur sowie das T-Werk mit internationalem Theater verortet sind.
Als Wissenschafts- und Medienstandort knüpft Potsdam an international verankerte Traditionen an und steht für Innovation und neue Ideen. Die Forschung in Potsdam hat eine bedeutende Tradition und ist durch die Aktivitäten auf den Gebieten Astrophysik, Geodäsie, Gravitations- und Klimaforschung geprägt. Mit der Gründung des ersten speziellen astrophysikalischen Observatoriums der Welt im Jahre 1874 schlug die Geburtsstunde des Forschungsstandortes Telegrafenberg. 1924 wurde im Einstein-Turm auf dem Telegrafenberg das Sonnenobservatorium fertig gestellt, das den Nachweis eines von Einstein vorausgesagten Effektes der Allgemeinen Relativitätstheorie erbringen sollte.
Weitere Höhepunkte in der 120- jährigen Forschungstradition Potsdams sind die Absolutbestimmung der Erdschwere und die Annahme als internationaler Bezugswert im Jahre 1909 sowie die Inbetriebnahme der ersten beiden Quarzuhren für den offiziellen Zeitdienst 1933.
Auch in der DDR blieb Potsdam ein bedeutender Wissenschaftsstandort. Neu gegründet wurden unter anderem 1951 das Zentrale Institut für Landtechnik der DDR - das heutige Institut für Agrartechnik Bornim e.V. - und 1953 die Schiffbau-Versuchsanstalt Potsdam. Nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 erfolgte eine Neugestaltung der Forschungslandschaft, in deren Folge sich weitere bedeutende Forschungseinrichtungen auch aus den Geistes- und Sozialwissenschaften in Potsdam ansiedelten. Hierzu gehören sowohl das Geoforschungszentrum Potsdam, das Potsdam Institute for Climate Change, als auch das Forschungszentrum für Europäische Aufklärung.
Die Geschichte Potsdams als Hochschulstandort ist im Verhältnis zur Forschung relativ jung. 1948 wurde die Landeshochschule gegründet, die 1952 in eine Pädagogische Hochschule umgewandelt und 1991 in die neu gegründete Universität Potsdam einbezogen wurde. 1954 gründete sich die Deutsche Hochschule für Filmkunst, heute Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf". Als dritte Hochschule in Potsdam ist 1991 die Fachhochschule Potsdam ins Leben gerufen worden.
